Zypern von Ratingagentur herabgestuft

Donnerstag, 18. August 2011 | Kategorie: News

Zyperns Bonität wurde von der Ratingagentur Fitch um zwei Noten auf „BBB“ abgestuft. Außerdem wies die Agentur Zypern darauf hin, dass das Land wahrscheinlich unter den Euro-Rettungsschirm müsse und in der zweiten Jahreshälfte des Jahres vom Kapitalmarkt ausgeschlossen werde.

Zypern versucht derzeit mit Müh und Not die Schuldenprobleme in den Griff zu bekommen, dazu wird ein Hilfspaket im Wert von 600 Millionen Euro verwendet. Dies soll dazu führen, dass das Bruttoinlandsprodukt im nächsten Jahr um 2,5 Prozent gesenkt wird. Dazu kommt, dass die Mehrwertsteuer auf 17 Punkte angehoben wird, die Einkommensteuer von 30 auf 35 Prozent erhöht wird und dass die Zinserträge steigen werden. Diese Angaben stammen alle von Finanzminister Kikis Kazamias, der die Wirtschaft nachhaltig stärken muss.

Keine leichte Aufgabe, da durch die Explosion des Munitionsdepots Kosten im Wert von 3 Milliarden Euro angefallen sind. Durch eine Explosion sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und es wurde das größte Kraftwerk des Landes zerstört. Da die Inselrepublik lediglich 0,2 Prozent zur Wirtschaftsleistung der Euro-Zone beiträgt, bleibt der Schaden für die EU jedoch überschaubar. Zyperns Demokratische Partei lehnt die Einsparungen im öffentlichen Dienst ab. Die parteiübergreifenden Vermittlungsversuche blieben bisher ohne Erfolg. Laut Kazamias sollen Berufseinsteiger weniger verdienen und dafür mehr Sozialabgaben leisten.